Inhalt : Mehr
Verantwortung des B.S.K. bei Baugenehmigungen, Beihilfen beim Bauen, Zuschlagshunderstel,
Einsetzung der Polizeizone "EIFEL", Neues Mitglied im Gemeinderat, Neuer
Wasserpreis, Einsetzung des neuen kommunalen
Raumordnungsausschusses und Kurz notiert
PRÄVENTIONSVERANSTALTUNG IN SACHEN EINBRÜCHE
Aufgrund der nächtlichen Einbrüche in
unserer Gegend und auf Anfrage vieler Bürger organisiert die Gemeinde Amel in
Zusammenarbeit mit der Polizeizone «Eifel» am 26. September 2002 eine Präventionsveranstaltung
in Sachen Einbrüche.
Ort: Café
Take Five,Deidenberg
Datum: Donnerstag, 26. September 02, ab 20 Uhr
sind herzlich willkommen!
URBANISMUS
Gemeinden erhalten mehr Verantwortung
In Namur ist in den letzten Monaten ein neues
Gesetz über Gebietsplanung und Urbanismus für die Wallonische Region und damit
auch für die neun deutschsprachigen Gemeinden ausgearbeitet worden, das in
einigen Wochen in Kraft tritt. Den Gemeinden wird künftig mehr Verantwortung
bei der Erteilung von Baugenehmigungen übertragen. Im Gegensatz zu früher hat
das Gutachten des Urbanismusdienstes keinen verbindlichen, sondern nur noch
einen beratenden Charakter. Dies betrifft wohlgemerkt nur die Aspekte, die im
Bereich des Ermessens liegen wie dem architektonischen Stil eines Hauses. Die
Gemeinde trifft also ihre Entscheidung in eigener Verantwortung und – sofern
sie dies wünscht und begründet – weicht sie vom Gutachten des
Urbanismusdienstes ab. Sie muss dies nicht, sie kann sich auch wie bisher an
diesem Gutachten orientieren bzw. sich darauf berufen, um ihre Entscheidung zu
treffen. Das letzte Wort behält die Urbanismusbehörde weiterhin bei Verstößen
gegen klare Fakten, so zum Beispiel bei Missachtung des Sektorenplanes oder von
Bedingungen in einem denkmalgeschützten Bereich.
Die Fristen zum Erhalt einer
Baugenehmigung bleiben derweil weitgehend unverändert.
Die Gemeinde Amel gewährt folgende finanzielle Beihilfen, die vor allem als Anreiz zur Schonung unserer Umwelt gedacht sind (Solaranlagen, Regenwassernutzung):
· Gemeindezuschuss
für das Einrichten von Solaranlagen: 25 % der Investitionen mit einer maximalen
Obergrenze von 750 €
· Bezuschussung
des Baus von Regenwasseranlagen (mindestens 1.500 L) : 250 €
· Wohnungsbauprämie:
1.240 €
Die genauen
Bedingungen zum Erhalt dieser Prämien können im Bauamt angefragt werden.
Solaranlagen
werden übrigens nicht nur von der Gemeinde Amel finanziell unterstützt, sondern
auch von Interost (620 € ) und von der Wallonischen Region (1-4 m 2 : 625 € , 75 €
für jeden weiteren m² mit einer Obergrenze von 2.500 € ). Diesbezüglich
erteilen die Mitarbeiter der Energieberatungsstelle der Wallonischen Region in
Eupen weitere Auskünfte(Tel. 087/55 22 44). Für den Bereich des privaten
Wohnungsbaus gewährt die Wallonische Region noch eine ganze Reihe von
Zuschüssen (Umgestaltungsprämie, Sanierungsprämie, Abrissprämie, Bauprämie,
Erwerbsprämie, Verschönerungsprämie, Umzugs- und Mietbeihilfen,
Wohnungsanpassung im Fall einer Behinderung, Darlehen «Junge Eigentümer»,
usw.). Diesbezüglich können Informationen in deutscher Sprache unter Tel.
087/59 65 20 angefragt werden.
IMMOBILIENSTEUER
WURDE ERHÖHT
DIE PROVINZ HAT DIE IMMOBILIENSTEUER VON 1.200 AUF 1.500
ZUSCHLAGHUNDERSTEL ERHÖHT
Die Immobiliensteuer ist in diesem Jahr
drastisch angestiegen. Doch daran ist nicht nur die Gemeinde Amel Schuld, die
ihren Zuschlaghunderstel von 682 auf 1.200 erhöht hat.
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Gemeinde
Amel: Immobiliensteuer (Einnahmen) |
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bis 2001 |
682 Zuschlaghunderstel (8,525 % vom Katasterwert) |
= 223.000 € jährlich für die
Gemeindekasse |
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Ab 2002 |
1.200 Zuschlaghunderstel (15 % vom
Katasterwert) |
= 423.000 € jährlich für die
Gemeindekasse |
Auch die Provinz Lüttich hat die Immobiliensteuer
im Dezember 2001 angehoben, und zwar von 1.200 auf 1.500 Zuschlaghunderstel.
|
Provinz
Lüttich: Immobiliensteuer (Einnahmen auf dem Gebiet der Gemeinde Amel) |
||
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bis 2001 |
1.200 Zuschlaghunderstel (15 % vom
Katasterwert) |
= rund 400.000 € jährlich für die
Provinzkasse |
|
Ab 2002 |
1.500 Zuschlaghunderstel (18,75 % vom
Katasterwert) |
= rund 530.000 € jährlich für die
Provinzkasse |
Der größte Anteil der Immobiliensteuer, die
Sie jährlich zahlen, geht also an die Provinz Lüttich. Die Gemeinde Amel steht
erst an zweiter Stelle. Zudem fließt nur sehr wenig von dem vielen Geld,
welches die Provinz Lüttich in unserer Gemeinde kassiert, wieder zurück nach
Amel.
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Wer bekommt
was von der Immobiliensteuer ? Veranschaulicht am Beispiel
der neun deutschsprachigen Gemeinden
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Zuschlaghunderstel
Gemeinde |
Gemeinde
% |
Region
% |
Provinz
% |
Gesamt
% von Katasterwert |
|
Amel |
1.200 |
15,00 |
1,25 |
18,75 |
35,00 |
|
Raeren |
1.700 |
21,25 |
1,25 |
18,75 |
41,25 |
|
St.Vith |
1.700 |
21,25 |
1,25 |
18,75 |
41,25 |
|
Büllingen |
1.900 |
23,75 |
1,25 |
18,75 |
43,75 |
|
Burg-Reuland |
1.900 |
23,75 |
1,25 |
18,75 |
43,75 |
|
Bütgenbach |
2.000 |
25,00 |
1,25 |
18,75 |
45,00 |
|
Lontzen |
2.200 |
27,50 |
1,25 |
18,75 |
47,50 |
|
Kelmis |
2.400 |
30,00 |
1,25 |
18,75 |
50,00 |
|
Eupen |
2.700 |
33,75 |
1,25 |
18,75 |
53,75 |
Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, bleibt
die Gemeinde Amel auch weiterhin mit Abstand das günstigste Fleckchen für
Immobilienbesitzer in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. (Quelle: Grenz-Echo)
In einer Stellungnahme des Gemeinde-undStädteverbandes
wurde kürzlich zudem auf die Tatsache hingewiesen, dass die Ausgaben der
belgischen Gemeinden im letzten Jahr durchschnittlich um 6,5% angestiegen sind,
die Einnahmen aber mit nur 3 % Steigerung nicht Schritt halten. Zurückzuführen
sei dieser Umstand unter anderem auf die ständige Umverteilung von Aufgaben des
Föderalstaates (Brüssel) und der Region (Namur) an die Gemeinden, ohne die
entsprechenden Finanzmittel zu übertragen. Als gravierendes Beispiel wird hier
die Polizeireform angeführt, die den Gemeinden als eine Nulloperation verkauft
wurde, letztendlich aber zu deutlichen Mehrausgaben in vielen Gemeinden führt
(s. auch Seite 3).
Die Gemeinden stehen vielfach vor
unlösbaren finanziellen Problemen. Sehr viele Gemeinden haben schon die Steuern
erhöhen müssen (wie Amel im letzten Jahr), andere werden folgen und bekommen
dann von der Bevölkerung den «schwarzen Peter» zugeschoben, obschon sie nur das
umsetzen müssen, was höheren Orts entschieden wurde. Im speziellen Fall von
Amel - eine Gemeinde, die sehr stark von der Forstwirtschaft abhängig ist –
kommt noch erschwerend hinzu, dass die Einnahmen aus dem Holzverkauf sinken. So
liegen die Holzpreise zur Zeit unter dem Niveau von vor 30 Jahren! In den 70er
Jahren erhielt die Gemeinde rund 2.500 F/Festmeter, heute dagegen „nur“ noch
2000 F oder 50 € /Festmeter (für hochwertiges Schnittholz).
Seit März 2002 arbeiten die Polizeidienste
der fünf Eifelgemeinden unter Leitung von Daniel Keutgen in der Polizeizone
„EIFEL“ zusammen. Im ehemaligen Gendarmerie-Gebäude in der Aachener Straße
(St.Vith) ist die Leitung für die gesamte Polizeizone „EIFEL“ eingerichtet.
Diese umfasst rund 15 Beamte und Zivilpersonal. Außerdem sind das
Bereitschaftsteam und der Zonale Empfang mit 15 Beamten hier untergebracht.
Filialen der Polizeizone „EIFEL“ befinden sich in allen fünf Eifelgemeinden. So
zählt die lokale Polizei Amel fortan sieben Polizisten. Polizeichef ist Kurt
Röhl. Die Büros dieser lokalen Polizei Amel befinden sich im Möderscheiderweg
150 (im ehemaligen Gendarmerie-Gebäude). Nach langem Hin und Her über die
sogenannten «annehmbaren Mehrkosten» mit dem Direktorium der Polizeiverwaltung
in Brüssel sieht die Finanzierung der Polizeizone „EIFEL“ für 2002 so aus:
Im Haushalt vorgesehene
Ausgaben: 4.168.624
€
Dotation des
Föderalstaates: – 2.726.829 €
Bleibt für die
fünf Eifelgemeinden zu finanzieren: 1.441.795
€
Davon muss die Gemeinde Amel gemäß dem vom
Föderalstaat festgelegten Verteilerschlüssel 15,48 % übernehmen. Das macht
223.189,86 € , vorausgesetzt der Haushaltsplan wird eingehalten. Im Jahre 2001
wurden für die Polizei Amel 159.022,28 € aufgebracht, damit beläuft sich die
jährliche Mehrbelastung auf rund 64.167,58 € , und dies für eine Reform, die
immer wieder als eine Nulloperation für die Gemeinden dargestellt worden ist.
Die Büros der lokalen Polizei Amel
befinden sich im Möderscheiderweg 150. Die Öffnungszeiten der lokalen Polizei Amel sind von
montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr. Telefon:
080/340509, Fax: 080/341130. In dringenden Fällen wählen Sie 101.
Monika
Bastin-Veithen wird Nachfolgerin von Willy Margraff
Am 1. Juli 2002 ist Willy Margraff verstorben.
Erst vor wenigen Monaten konnte er seinen 75. Geburtstag begehen, doch von der
Krankheit, die ihn damals schon zeichnete, sollte er sich nicht mehr erholen.
Willy war Mitglied im Gemeinderat seit der Gemeindefusion (1977). Von 1994 bis
2000 war er zudem Präsident des öffentlichen Sozialhilfezentrums. 25 Jahre lang
hat sich Willy Margraff als Ratsmitglied für die Belange der Bevölkerung, und
insbesondere für die Einwohner seines Heimatdorfes Deidenberg eingesetzt. Seine
Ausdauer und sein Humor waren seine Markenzeichen, und so werden wir ihn in
Erinnerung behalten. Seinen Angehörigen gilt unser tiefempfundenes Mitgefühl.
Für Willy Margraff rückt Monika
Bastin-Veithen aus Medell im Gemeinderat nach. Sie ist die erste
Ersatzkandidatin der Liste « Gemeindeinteressen » um Bürgermeister Klaus
Schumacher. Monika Bastin-Veithen, 42 Jahre, ist verheiratet und hat zwei
Kinder. Beruflich ist die ausgebildete Erzieherin in der Tagesstätte Meyerode
als Leiterin tätig.
Das Trinkwasser in der Gemeinde Amel wird
ab dem 1. Januar 2003 teurer. Hier finden Sie eine genaue Auflistung der neuen
Tarife:
·
Wasserzählermiete:
12 € + 6% Mwst. = 12,72 €
·
Von 0-400 m³
: 0,8 € /m³ (+ 6% Mwst = 0,848 € + 0,3966 € Abwassergebühr zu Gunsten der Wallonischen
Region, die jedoch durch die Gemeinde zu erheben ist = 1,2446 € /m³)
·
Ab 401 m³
und Feldleitungen: 0,6 € /m³ (+6% Mwst = 0,636 € + 0,3966 € Abwassergebühr zu
Gunsten der Wallonischen Region, die jedoch durch die Gemeinde
·
zu erheben
ist = 1,0326€ /m³)
Gebühr für den Anschluss an das
öffentliche Wasserleitungsnetz (Immobilien und Feldleitungen): 62 € /Anschluss
+ 6% Mwst. Zusätzlich trägt der Antragsteller die effektiven Kosten für seinen
Anschluss, und zwar ab Gemeindegrenze bis zum Wasserzähler.
Der Wasserpreis musste angehoben werden,
weil die Gemeinde im Bereich der Wasserverteilung zum wiederholten Male ein
Minus verbuchte. So betrug das Defizit im vergangenen Jahr 111.552 € .
Da die Mehrheit im Gemeinderat davon
ausgeht, dass die Wasserversorgung in etwa eine Nulloperation für die Gemeinde
sein sollte (=Einnahmen decken Aus-gaben),
haben wir uns zu dieser Erhöhung
entschlossen.
Der kommunale Raumordnungsausschuss, der
der Gemeinde in gewissen Bauangelegenheiten beratend zur Seite steht, ist in
seiner neuen Besetzung Ende Juli 2002 erstmals zusammengetreten.
Effektive Mitglieder sind : Klaus Schumacher, Eric Wiesemes,
Lotti Juffern-Schmitz, Franz-Josef Pauels, Mathieu Girkes, Leopold Heindrichs,
Joseph Johanns, Peter Müller, Ewald Luxen, Renate Mertens, Pascal Brühl, Birgit
Grün-Trantes und Jürgen Röhl.
Stellvertretende Mitglieder sind: Michel :
Maraite, Manfred, Lentz, Irene
Reinertz-Maraite, Robert Spies, Peter Lentz, Felix Paquay, Joseph Mertes, Erwin
Schöpges, Joseph Veithen, Egon Genten, Joseph Zanzen und Martin Schröder.
·
Der
bisherige Schulleiter von Amel, Clemens Peters, ist in Rente gegangen. Er hat
die Aufgabe des Schulleiters vorbildlich wahrgenommen. Sein Nachfolger ist
Herbert Hannen (Emmels). Er übernimmt die Leitung der fusionierten
Gemeindeschule Amel & Meyerode. In Meyerode war Herbert Hannen bereits als
Schulleiter tätig.
·
Für die
Restaurierung von alten Wegekreuzen,
·
Brunnen,
Grenzsteinen, usw. gewährt die Wallonische Region eine finanzielle Beihilfe,
egal ob sich das betreffende Kulturgut auf öffentlichen oder privaten Gelände
befindet. Sollte Ihnen ein renovierungsbedürftiges Objekt in der Gemeinde Amel
bekannt sein, dann setzen Sie sich bitte mit dem Bauamt (Tel. 080/34 81 19) in
Verbindung.
·
Ende Juli
2002 hat der Gemeinderat beschlossen, ein Gelände von 4.740 m² in Heppenbach
aus Privathand zu kaufen und es dem örtlichen Turnverein im Rahmen eines
Erbpachtvertrages über 50 Jahre zu übertragen. Der Ankaufspreis in Höhe von 37.184,03
€ wird von der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit 60 % bezuschusst. Die
finanzielle Beteiligung der Gemeinde liegt damit bei 14.873,61 € . Der Turn-
und Sportverein Heppenbach möchte auf diesem Gelände in absehbarer Zeit eine
Turnhalle errichten.
·
Der
Gemeinderat hat einstimmig die gemischt öffentlich-private Interkommunale
INTEROST als Stromnetzbetreiber bis 2008 bezeichnet. Die Gemeinde Amel ist
stets daran interessiert, private Waldparzellen zu kaufen, die an
Gemeindewaldungen grenzen. Auch kauft die Gemeinde unerschlossenes Bauland auf.
Verkaufsangebote sind an das Bürger-meister- und Schöffenkollegium zu richten.
·
Plastik,
Kunststoff, usw. dürfen nicht im Heizungsofen verbrannt werden, sondern müssen
im Containerpark Medell entsorgt werden.
·
Immer wieder
kommt es vor, dass Müll, der zum Containerpark Medell gebracht wird, unterwegs
vom Anhänger fällt. Damit nichts mehr runter fällt, gilt: Müll erst sichern
(d.h. nicht lose auf der Karre legen), bevor man sich zum Containerpark begibt.
Die Polizei wird diesbezüglich zukünftig mehr Kontrollen durchführen.
·
Die
Regionalstraße in Höhe Mirfelder Busch wird laut Presse noch in diesem Jahr
instandgesetzt. Die schadhaften Stellen im Bürgersteig entlang der
Regionalstrasse durch Mirfeld werden nach dem Winter erneuert.
·
Die Straße
von Valender nach Medell („Ortsumgehung Meyerode“) wird zur Zeit für 41.000 e
ausgebessert. Derweil gehen die Arbeiten am Kirchenbering in Heppenbach – wo
eine Neupflasterung vorgenommen worden ist – langsam dem Ende zu.